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Workcamp 5
Workcamp April
2002 Maputo / Mocambique
Wir waren 11
Personen, die, wie schon in den 4 Jahren zuvor, Urlaub mit tatkräftiger Hilfe
verbanden, eine buntgemischte Gruppe: alt und jung (20 bis 60 Jahre), Ost und
West, Mitglieder verschiedener Kirchen und Gemeinden, Leute die das erste mal
mitkamen und welche, die schon das 2. oder 3. mal sich einbrachten, um ganz
konkrete Hilfe zu leisten.
Unsere Arbeit
bestand im weiteren Aufbau eines Zentrums, in dem Straßenkinder leben, die nahe
gelegene Schule besuchen und eine Ausbildung machen können.
Es gibt in
Maputo eine internationale englischsprachige Gemeinde, die aus Christen der
Hilfsorganisationen und Botschaften besteht. In dieser Gemeinde hatte sich eine
Initiative für Straßenkinder gebildet, die ca. 300 Kinder erreicht. Diese
Initiative bat Afonso Muendane, die Leitung zu übernehmen.
Nun bestand
schon lange der Wunsch nach einem Gelände außerhalb der Stadt, wo die Kinder
leben und auch Gemüse angebaut, Schweine, Geflügel und Ziegen gezüchtet werden
können.
Im letzten Jahr
konnte ich ein Gelände von 30.000m² kaufen. Das Gelände liegt im Distrikt
Maracuene, ca. 30 km außerhalb von Maputo. In unmittelbarer Nähe befindet sich
eine Schule und auch ein Gesundheitsstützpunkt ist dort vorhanden
Wir haben,
gemeinsam mit den Afrikanern, im vorigen Jahr begonnen dort ein Zentrum für
diese Kinder zu bauen. Wir rodeten erst mal eine Fläche von ca. 2000m² und
begannen mit dem Bau eines Hauses.
Dieses Gebäude
ist jetzt fast fertig und dient schon der Aufbewahrung der Arbeitsgeräte und
des Baumaterials und der Hausmeister hat dort sein Zimmer. Denn man kann so
wertvolle Dinge, wie den Betonmischer, das Stromaggregat und die Wasserpumpe,
die ich dieses Jahr mit den Spendengeldern kaufen konnte, nachts nicht ohne
Bewachung lassen. Es wurde mit einer Schweinezucht begonnen, zum Verkauf und
auch für die Kinder zum Essen.
Im vorigen Jahr
hatte ich Brunnenbauer beauftragt einen Brunnen zu graben, so dass wir nach 8
Tagen Wasser hatten. Dieser Brunnen befindet sich auf der Seite des Geländes,
das landwirtschaftlich genutzt wird. Dieses Jahr wurde noch ein Brunnen für den
Bau der Wohnhäuser gegraben.
Von den
Spendengeldern konnten Bauarbeiter (junge, arbeitslose Brüder der
Baptistengemeinde in Maputo - Hulene) eingestellt werden, die nach Beendigung
des vorigen Workcamps weitergebaut haben.
In diesem Jahr
bestand unsere Arbeit vor allem in der Herstellung der Mischungen für die
Hohlblocksteine. Tag für Tag wurden ca. 300 Stück hergestellt, insgesamt an die
5000 Steine. Da 9 Steine 1 m² Mauer ergeben, haben wir jetzt Steine für
ungefähr 550m²; das sind genug Steine für ein Wohnhaus mit 130m² Grundfläche.
In so einem Haus werden 12 Kinder und eine Betreuungsperson leben.
Das erste dieser
Wohnhäuser begannen wir dann auch zu mauern und konnten es bis zur Fensterhöhe
fertig stellen.
Neben der
Bautätigkeit am Vormittag kam die Erholung auch nicht zu kurz.
Nach Arbeit und
Mittagessen fuhren wir für 3 Stunden an den Strand des Indischen Ozeans oder
ins Zentrum der Stadt, besuchten dort den botanischen Garten, das Kunstmuseum,
die Märkte und aßen am Sonntag nach dem Gottesdienst auch in schicken
Restaurants.
Jeden Sonntag
waren wir in einer anderen Gemeinde zu Besuch und erlebten ganz
unterschiedliche, aber immer aufbauende und temperamentvolle Gottesdienste,
einmal sogar mit einer Hochzeit!
Am Wochenende
machten wir Ausflüge im Umkreis von 200km, so zum Wasserfall in Namaascha
(Grenze zu Swaziland) und nach Macaneta, an einen Traumstrand nördlich von
Maputo. Dieses Jahr konnten wir die wunderschöne Insel Inhaka besuchen, zu der
wir (manche ein wenig grün im Gesicht) 2,5 Stunden mit der Fähre gefahren waren.
Den Abschluss fand unser Workcamp wie jedes Jahr in Mhomoli, wo wir nach
anstrengender Fahrt (nach 130 km guter Straße, 40 km Sandwege!) erholsame Tage verbrachten.
Annette und
Simao Mucache betreiben dort eine Internatsschule und haben auch einige Waisenkinder
aufgenommen.
Jutta Pfistner
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