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Workcamp 10

Workcamp August 2008 Maputo / Mocambique

Am Strand von Momoli, am Wasserfall von Naamascha (an der Grenze zu Swasiland), im Boot auf dem Incomati - Fluss, am Strand des endlosen Indischen Ozeans, als Gäste einer Hochzeit... -mit Schaufel und Spaten beim Sandschippen, Verputzen, Bäckerei und Fenster streichen, betonieren, Nähen, Schularbeiten mit den Waisenkindern machen, Kartoffeln anbauen,.... -Spaziergänge über die bunten Märkte, Parks, Cafes, Besuch in Werkstätten (Batik und Holzverarbeitung) mitreißende Gottesdienste.... Kontakte mit Mocambiquanern - intensive - auf der Baustelle oder flüchtige auf den Straßen und vieles vieles mehr erlebten die Teilnehmer beim 10. Workcamp in einem der ärmsten Länder der Erde.

Urlaub mit tatkräftiger Hilfe verbanden insgesamt 10 Personen (3 Männer, 7 Frauen), Christen und Nichtchristen von 18 bis 68 Jahren. Unsere Arbeit bestand im weiteren Aufbau des Zentrums  für Straßenkinder und Aidswaisen, die die nahe gelegene Schule besuchen und später auch eine Ausbildung machen werden.

Während der 15 Arbeitstage (a 5 Stunden) für uns Deutsche und der 23 Arbeitstage (á 8 Stunden) für die afrikanischen Bauarbeiter wurde die Bäckerei gestrichen, die Fenster im Haus 2 verkittet und gestrichen, das Haus 3 weiter verputzt, die zwei Kellerräume des Lagers mit einer Betondecke versehen, 2000 Hohlblocksteine für den Bau des Lagers hergestellt und das Fundament schon gemauert. In einem Monat verarbeiteten wir 5t Zement!!!

Außerdem haben wir Kartoffeln angepflanzt und hoffen jetzt sehr auf eine gute Ernte. Die beiden Lehrerinnen in der Gruppe haben mit den Kindern Hausaufgaben  und Beschäftigungen gemacht und auch Benedita unterwiesen. Ursula hat in den 4 Wochen in jeder freien Minute mit der Maschine und der Hand genäht und unzählige Kleidungsstücke wieder gebrauchsfähig gemacht.

Das Gelände von 3,5 ha befindet sich ungefähr 30 km nördlich der Hauptstadt Maputo, im Distrikt Marracuene. Annähernd die Hälfte des Geländes ist für landwirtschaftliche Nutzung vorgesehen und wird auch schon zum Teil dafür genutzt. Es leben Ziegen, Schweine und Hühner dort, die 5 Bienenstöcke erbrachten über 20kg Honig und auf den Feldern gedeihen Ananas, Maniok und Gemüse.

Gemeinsam mit den afrikanischen Bauarbeitern (Brüdern der Baptistengemeinde in Hulene), hatten wir nach dem Aufbau der Schule in Hulene, im Jahr 2001 mit den Bauarbeiten für das Zentrum begonnen. Im ersten Wohnhaus (130m²) leben nun die Kinder mit dem Betreuerpaar. Wir Workcampteilnehmer wohnten im zweiten Haus.

Die 11 Kinder, die zurzeit in unserem Zentrum leben, haben schwere Schicksalsschläge erlebt. Da sind Dercio (10) und Moises (8) Geschwister, deren Vater an Aids starb, die Mutter sucht verzweifelt Arbeit. Die Kinder hungerten. Paulo (8) hat eine nervenkranke Mutter, der Vater ist unbekannt. Rosa (11) Vater unbekannt, die Mutter soll in Südafrika auf Arbeitssuche sein, Rosa lebte beim Großvater, dessen neue Frau das Kind misshandelte. Sie geht jetzt erstmalig zur Schule. Elton (13) und Celio (11) sind Brüder  deren Eltern an Aids gestorben sind. Zu diesen Kindern, die ständig im Zentrum leben kommen  Tageskinder aus dem Dorf, die Vater oder Mutter oder beide durch Aids verloren haben. Alle gehen zur Schule, werden gut versorgt und haben eine Zukunft.

Wie in den Jahren zuvor konnten wir auch dieses Jahr einen Rollstuhl nach Maputo bringen und so einen weiteren Kranken vom Kriechen auf dem Boden erlösen.

In der Zwischenzeit wird die weitere Arbeit an unserem Zentrum durch Spenden finanziert und auch durch das Geld, dass bei Vorträgen zusammengelegt wird, die ich in Schulen, Altersheimen und Gemeinden halte.

 

Jutta Pfistner 

 

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